Wilfried Satke: Hexachords 1-2 Drucken

Beiden Stücken liegt die gleiche Struktur zugrunde: Eine Folge von 16 Hexachorden. Zeitlich benachbarte Hexachorde haben 3 gemeinsame Töne (Diese sind als Dreiklangs-Symbol in der Farbskizze eingetragen). In 4 aufeinanderfolgenden Hexachorden treten alle 12 Töne der temperierten chromatischen Skala auf. Somit ist Hexachords letztlich ein Zwölfton-Konzept.
Durch den Dschungel aus Hexachorden führt eine „Hauptstraße“, erkennbar an den mehrfarbigen Pfeilen (Start: Dm; Ziel: A). Mit nur wenigen Richtungsänderungen ist es aber auch möglich, sich auf mehreren zyklischen Pfaden durch die Grafik zu bewegen. Zwei davon spielen in Hexachords 1 - 2 eine Rolle, nämlich die beiden (in Hellgrau eingezeichneten) Achterschleifen.

Neben den Gemeinsamkeiten existiert aber auch eine Reihe von Unterschieden:

Hexachords 1
Hexachords 2
konzeptuell; Improvisationsgrundlagekomplett ausnotiert
flexible Besetzung (3 - 6 Mitwirkende)Fixbesetzung: Sax (S+T), Vcl, Klavier, Drums
flexible Dauer (8 - 10 Min.)Tempo (90) und Zeit (5:30) vorgegeben
ein vollständiger Durchgang durch alle 16 Hexachorde, optional aufgelockert durch 1 bis 2 Achterschleifen2 vollständige Durchgänge: [B]+[C], [G];
mehrere unvollständige Durchgänge:
Einleitung, [A], [D1]-[D2] (je 13),
[E] (9 Hexachorde)
Achterschleifen optional[F1]-[F4] entsprechen der 2. Achterschleife
rhythmische Äquivalente der Hexachorde dienen als ImprovisationsmaterialRhythmus frei komponiert, nur in [E] findet das 2. rhythmische Äquivalent Anwendung